30.07.2010
Hospizdienst Dasein: Sterbende begleiten lernen2010-07-30_132713.jpg
Neustadt (ck) Der ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Dasein bietet ab dem 11. September einen neuen Vorbereitungskurs „Sterbende begleiten lernen“ in Neustadt an.

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Ein erster Informationsabend findet bereits am Dienstag, 10. August, um 19 Uhr im Gemeindehaus der Johannesgemeinde im Wacholderweg 9 statt.
Der Kurs richtet sich an Menschen, die sich intensiv mit den Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer beschäftigen wollen und darüber hinaus an einer ehrenamtlichen Mitarbeit bei Dasein interessiert sind. Der Hospizdienst ist auf die Unterstützung Ehrenamtlicher angewiesen. „Zu den Inhalten gehört die Wissensvermittlung und das Erlernen spezieller Fertigkeiten“, sagt Kursleiter Wolfgang Schröder, „dabei wird das Zuhören erlernt, das Begleiten und die Teilnehmer lernen auch sehr viel über sich selbst, ihre eigenen Ängste, über das Leben und das Sterben.“ In dem Kurs finde eine Begegnung auf mitmenschlicher Ebene statt, erklärt Christiane Schröder – eine der Kursleiterinnen.
„Ich habe unendlich viel gelernt“, bestätigt Monika Peglow aus Wunstorf, die sich seit fünf Jahren als Sterbebegleiterin engagiert. „Es ist wirklich ein ausfüllendes Ehrenamt“, sagt sie. „Wer sich während des Kurses oder auch danach nicht sicher ist, ob er eine Sterbebegleitung übernehmen möchte, kann sich auch anderweitig bei Dasein engagieren“, macht Küsterin Michaela Reinke deutlich. „Ich selbst fühlte mich nicht sofort bereit und habe mich daher anders eingebracht. In dem Vorbereitungskurs habe ich aber sehr viel über mich selbst gelernt, man braucht auch keine Vorbildung, um teilzunehmen. Inzwischen begleite ich jemanden. Man wird immer wieder gefragt, ob man das machen möchte – bis man soweit ist “, führt Reinke aus.
Momentan seien es meist Frauen, die sich zum Kurs anmeldeten. Doch auch Männer sind in der Sterbebegleitung aktiv. So zum Beispiel Wallfried Eilers. „Männer sind als Ansprechpartner und Vetrauenspersonen für Männer sehr wichtig. Oftmals trauen sich Männer nicht ihren Angehörigen ihre Ängste und Gedanken anzuvertrauen – da kann ein Außenstehender oft helfen, Mittler sein oder einfach nur Zuhörer“, bestätigt Sabine Behm, Koordinatorin bei Dasein und ebenfalls Kursleiterin.
Der Kurs gliedert sich in den Grund- und den Vertiefungskurs, dazwischen liegt eine Praxisphase, in der die im Grundkurs gewonnenen Erfahrungen angewendet werden.
Autor: ck

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